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Weitere Informationen für Unternehmen


"Wegen des steigenden Fachkräftemangels ist es für die Unternehmen wichtig, gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter zu binden. Kritische Ereignisse im Leben der Beschäftigten können als eine Art Stresstest für die Stabilität der Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter funktionieren. Unterstützung ist entscheidend, da durch den demografischen Wandel auf dem Arbeitsmarkt eine älter werdende Belegschaft auch häufiger von kritischen Lebensereignissen betroffen ist" (H. Schröder, Wissenschaftl. Institut der AOK, ZEIT, 14.9.2017).

 

Statistik zur psychischen Gesundheit

  • 33 % der Bevölkerung sind jährlich von psychischen Störungen betroffen (Robert-Koch-Institut, 2012) - Tendenz steigend. Häufigste Diagnosen: Angststörungen, Alkoholstörungen und Depressionen.
     
  • Jeder Zweite fühlt sich vom Burn-out bedroht, RZ vom 9.4.2018.
     
  • Es wurden deutliche Zusammenhänge zwischen Arbeitszufriedenheit und körperlicher sowie psychischer Gesundheit gefunden (Uhle und Treier, 2013)


Forschungsergebnisse zu Führung

  • Studien zeigen, dass die emotionale Erschöpfung der Mitarbeiter je nach Führungsstil um 61% reduziert werden kann (Bruch und Kowalevski, 2013).
     
  • Der Führungsstil ist einer der häufigsten Gründe für eine Kündigung (Jürgen Todt, Hochschule Ludwigshafen, RZ 10.10.2018).
     
  • Eine Studie des VW-Konzerns hat ergeben, dass Führungskräfte den Krankenstand „mitnehmen“, wenn sie die Abteilung wechseln (Brandenburger, 2002).

 

Diagnostik, Klärung und Unterstützung für Mitarbeiter/innen bei psychischen Problemen und in Krisen, die die Arbeitskraft beeinträchtigen

Beispiele aus meiner Praxisarbeit für die Zusammenhänge von psychischer Belastung und Arbeit:

Frau A., leitende Position, Diagnose: Erschöpfungsdepression.
Konflikte mit einem Kollegen und Unklarheiten im Aufgabenbereich verstärkten die Angst, an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Nach einigen Wochen mit Gesprächen mit mir konnte sie wieder arbeiten. Wenn sie im Unternehmen Rückhalt für ein Gespräch mit dem Kollegen gespürt hätte, wäre sie früher arbeitsfähig gewesen.

Herr B., Arbeiter im Schichtdienst einer Fabrik, lange Fehlzeiten, Reha, Diagnose: Depressionen, Angsterkrankung, existenzielle Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes, Konflikte mit dem Vorsetzten, mit dem „nicht zu reden sei“. Einer genauen Diagnostik folgten 6 Termine der Bearbeitung seiner Themen. Danach kam er alleine zurecht: „Ich bin viel ruhiger auf der Arbeit und habe keine Angst mehr, dort Fehler zu machen. Die Schwierigkeiten mit meinem Chef zusammen mit meinen Ängsten haben mich richtig krank gemacht.“

Frau C., Fachkraft in der Pflege, wiederkehrende Konflikte mit Kolleginnen und Vorgesetzten, Vermutung: Alkoholproblem. Der Arbeitgeber ermöglichte ihr Gespräche mit mir, in denen wir die Konflikte analysierten. Als sie merkte, dass sie nicht alleine dafür verantwortlich ist, konnte sie ihr Alkoholproblem zugeben und ging in eine Klinik. Jetzt ist sie als geschätzte Kollegin wieder im Dienst.

Herr D., Fachkraft, lange Krankheitsgeschichte, Diagnosen: Depression und Angsterkrankung. Mehrere Gespräche über seine Symptome, sein Verhalten und sein wachsendes Verständnis für die Entstehung seiner Beschwerden ließen ihn schnell Lösungen finden. Er sagte: „Wenn ich früher gewusst hätte, wo und wie ich Hilfe finde, hätte ich viel früher gesund sein können!“

Frau E., Reinigungskraft seit 20 J. im Unternehmen und sehr geschätzt, überlegte zu kündigen, da sie mit den Anforderungen nicht mehr zurecht kam und neuerdings oft krank war. Die Geschäftsführung ermöglichte ihr drei Gespräche mit mir, in denen wir das Problem und ihre Bedürfnisse analysierten. Gemeinsam haben wir das anstehende Gespräch mit der Geschäftsführerin vorbereitet. Später rief sie mich an und sagte, dass sie sich alleine nie getraut hätte, sich so für sich einzusetzen. Sie sehr froh sei über ihre Versetzung und wolle auf jeden Fall weiter arbeiten. 

Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg. Henry Ford

 
 
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